LandKULT Ausgabe III/2013
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Kirchberg
anderJagst
Fotos: Antje Kunz
„In meinen Arbeiten stehen Abstrak-
tion und freie assoziative Bildfindung
im Vordergrund. Die Maserung eines
Steins, ein rostiges Metallstück, eine
schrundige Rinde können Quelle meiner
Inspiration sein. Dabei arbeite ich nicht
nach einem festgelegten Plan, sondern
lasse mich von den Möglichkeiten des
Materials anregen. Collage, Sand, Erde
und die Farbe in ihrer elementaren Kraft
- meist Pigmente - spielen eine wesent-
liche Rolle.“ Axel Wiczorke: Stammt aus
Karlsruhe und lebt seit einigen Jahren
in Hohenlohe. Gerne experimentiert er
mit Fotografie, Projektion, Geräusch
und Film. Einige Einzelausstellungen
hat er schon bestritten. Zum Beispiel die
Installation „Copy Art“ in der Galerie
AbraxaART in Heroldhausen. Zur
letzten Kunstnacht 2012 zeigte er unter
Anderem eine Installation und eine
Fotoserie: „Das blaue Band“. In meh-
reren Kellern des Kirchberger Schlosses
die davor niemals öffentlich zugänglich
waren brachte er Lichtinstallationen an
bei denen er auch mit verschiedenen
Wand- und Raumsituationen arbeitete.
Es entstand eine schaurig-schöne Stim-
mung da auch auditive Effekte eine Rolle
bei der Wahrnehmung spielten. Susanne
Neuner: 1970-1975 Studium an der Staat-
lichen Akademie der Bildenden Künste
Stuttgart bei Prof. Gunther Böhmer,als
freie Künstlerin tätig, seit 1999 Dozent
an der Akademie der Künste, Schwä-
bisch Hall, seit 2000 Lehrauftrag an der
Philipps- Universität Marburg,am Ins-
titut für Bildende Kunst.“ Zwei meiner
ausgestellten Gruppen(„ich glaube, dass
Fernweh Heimweh ist“ und „ich bin
keine Sternenkind“) sind aus größeren
Zusammenhängen
herausgenommen.
Ich arbeite immer sehr lange an einem
Thema z.T. über Monate hinweg, bis
der Übergang in einen neuen Bereich
erreicht ist.“ Auch die drei Zeichnungen
„Höhenflug“ sind nicht total unabhängig
von anderen Arbeiten. Sie sind sicherlich
nur entstanden durch die Beschäftigung
mit „ich glaube, dass Fernweh Heimweh
ist“. So baut alles aufeinander auf. Ulrike
Wilkens-Eppinger geb.1959, beschäf-
tigt sich in ihrer Malerei mit verschie-
denen Themen. Seit ca 2 Jahren, wie in
dieser Ausstellung in kleiner Auswahl zu
sehen, mit dem Thema „Kühe“. Warum?
„Die Kuh lebt in weitgehend friedlicher
Gemeinschaft mit anderen, ist neu-
gierig, musikalisch und großzügig. In
unserer heutigen hektischen Zeit ist es
ein geradezu wohltuender Anblick, ein
paar Kühe auf der grünen Weide beim
Wiederkäuen in ihrer Mittagsruhe zu
beobachten, - wo sie es tatsächlich fer-
tigbringen, das grüne Gras, das für uns
ja unverdaulich ist, in Milch zu verwan-
deln!“ Lutz Eppinger, geb. 1960, arbeitet
bevorzugt mit Metall und Stein. Vor ca
3 Jahren war er auf der Suche nach einer
langlebigen, formschönen Feuerschale
und konnte nichts Passendes finden. So
beschloss er, selbst eine Feuerschale zu
entwerfen und zu bauen und es entstand
die Feuerschale Pallas, die hier in dieser
Ausstellung zu sehen war. Das Material
ist Edelstahl, die Oberfläche ist glasper-
lengestrahlt. Mittlerweile ist diese Arbeit
mit dembegehrtenDesignpreis red
dot award ausgezeichnet worden.
Peter Foydl: Kurzbiografie: 1964
im Fränkischen Gebsattel geboren
und seit 1980 als Künstler tätig
Atelier im Künstlerschloss Kirch-
berg /J. und Lausanne / Schweiz.
Seit 2012 großformatige Arbeiten
in Acryl…er ist immer auf der
Suche nach dem perfekten Moment..nach
dem perfekten Bild. Henrik Dellbrügge:
geb. 1972 in Lüneburg
aufgewachsen vor allem aber in Pforz-
heim . 1997 - 2001 Studium der Kunst-
therapie an der Fachhochschule für
Kunsttherapie in Nürtingen. Arbeitet
und lebt mit seiner Familie in Kirchberg.“
Intensive Malerei seit ca. 12 Jahren. Am
ehesten lassen sich Assoziationen zu
Landschaft und Architektur herstellen.
„Es geht mir beim Malen in erster Linie
um einen Dialog, der ganz offen aber mit
einer großen Konzentration verläuft.“
Der künstlerische Prozess ist dabei
immer nur bedingt planbar, so wichtig
wie das Malen ist das Hinschauen und
ein intensiver innerer Umgang mit den
Bildern, auch zu Zeiten außerhalb des
Ateliers. Ich bin auch häufig im Atelier,
nur um ein Bild zu betrachten.“
-aku-
Heutiger Blick aus dem Adlerhorst
ca. 1920
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