LandKULT Ausgabe III/2013
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Editorial
Willkommen bei
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Liebe Kulturinteressierte Mitbürger
Griß di Gott, mei Frankaland!
Griß di Gott, Hohäloherland!
Griß di Gott tausendmol, mei Oweramt Gärabrunn!
Joa, a schäs und gsechnets Land bischt du allezeit, wenn aa in manchi Geographiebicher
schtäht: „Die Hohenloher Ebene ist eine eiförmige wellige Hochebene“. Wellaförmi is unser
Hamet, jawoll, - und a Hocheiwi is a, denn der Wind pfeift vill und tichti um d‘Haiser. Und
daß unser Hamet a Eiwi is trotz ihrer Buckl, sell sichscht, wenn d‘ uff Frankahäh odr uff da
Eikorn schteichscht. Do leits vor dir ausbret wi a großer Garta.
Sou fescht der Luuscht zur Arwet, sou gut verschtäht dr Frank ser Fäschtlichkeita z‘feira.
Ob Hochsat odr Kindstaaf, Konfirmation odr Beerdichung, s‘ muß hoch hergäna. So aafach
dr Frank sunscht lebt, on da Feschtlichkeita schport er nit aun Essa und nit oun Getränk,
und luschti muas hergena!
Sou is aa verschtändli, daß des uralt Hametfescht‘ von Gärabrunner Oweramt, die Muswiesa, von ganza Bezärch bsucht
wärd. Noch deitli erinner i mi aus dr Kinderzeit, wenn ‚s scho wuchalang vorhär ghaßa hat: „Jätz gats bal uff d‘Muswies.“
Wenn iz des Fescht wieder durch mancha schöna, alta Brauch uff sei urschpringli Weiß z‘rückgführt is und für alli aa
ebbes bietet. Dr Landmann awr goht nochher widr mit neuer Luuscht ou sei Arwet. Zum Fescht hoffa mär vo Herza uff
guats Wettr. Sou!
Aus „Plauderei zur Muswiesa“.
(Originalzitat von Hauptlehrer Gackstatter Stuttgart/Gerabronn aus der ersten Festschrift 1928, Seite 24).
Zum besseren Spracherkennen bitte laut vorlesen. Anm. der Red.
Gustav Müller aus Heidenheim beschrieb den Weg zur Muswiese in dieser Festschrift von 1928: „Wer mit sehendem Auge
durch das stille gesegnete Frankenland wandert, wird bei jedem Schritte Mahner einer bewegten Vergangenheit erblicken.
Ob du vom Ellwangischen über das baudenkmalreiche Crailsheim (vor dem Krieg Anm. d. Red.) der Hohenloher Gegend
zustrebst, ob du von Dinkelsbühl, der tausenjährigen Stadt, über Rothenburg an der Tauber heraufziehst, oder von der
alten Salzsiederstadt Hall aus hereintrittst zum Tale der Jagst und der Brettach, überall auf deinem Wege schwebt um
Ruinen und alten Burgen farbenreiche Romantik und begeisterungsfrohe Phantasie...“
Eine Pressemeldung der TMBW und Minister Bonde im Juli 2013 also 85 Jahre später:
„Auch dank der vielfältigen kulturellen Angebote sieht Bonde den Tourismus im Land gut aufgestellt. Im kommenden Jahr
werde ausdrücklich dafür geworben, dass der Süden nicht nur in seinen Metropolen kulturell viel zu bieten habe, sondern
auch im Ländlichen Raum. Solche bislang oft noch zu wenig genutzten touristischen Potenziale gelte es für die Zukunft
weiterzuentwickeln...“
Antje Kunz
PS: Ihre kulturellen hohenlohischen Anregungen interessieren uns.
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LandKULT Ausgabe III/2013
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